Joji Hattori erfreut sich einer breitgefächerten Karriere als Musiker, erst als Konzertgeiger und Kammermusiker, eine Tätigkeit, die sich in die Leitung von Kammerorchestern und später in das Dirigieren von symphonischen Orchestern und Opern entwickelte. 

Er ist derzeit Erster Gastdirigent des Wiener Kammerorchesters, das er seit 2004 regelmäßig im Wiener Konzerthaus und auf zahlreichen Tourneen (in Europa, nach Asien und Südamerika) dirigiert.

Seit 2009 ist Hattori auch Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Open-Air Sommerfestivals in Kittsee. Als Geiger arbeitet er jedes Jahr als Künstlerischer Leiter der Lauenen Chamber Concerts in der Schweiz.

2014 bis 2008 war er als Erster Gastdirigent und Ko-Intendanten des Balearischen Symphonieorchesters (Palma de Mallorca) tätig. Von 2007 bis 2008 war er Erster Kapellmeister am Theater Erfurt. 

Als Gastdirigent leitete Joji Hattori zahlreiche bedeutende Orchester, darunter das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Symphoniker, die Slowakische Philharmonie, das Düsseldorfer Symphonieorchester oder viele führende Symphonieorchester in Japan. Im Juni 2009 debütierte Hattori an der Wiener Staatsoper mit drei Aufführungen der Zauberflöte. Wiederholt dirigierte er auch am New National Theatre Tokyo, dem ersten Opernhaus Japans. 

Joji Hattori wurde in Japan geboren, verbrachte aber seine Kindheit in Wien, wo regelmäßige Opern- und Konzertbesuche sowie unzählige Hausmusikabende mit führenden Wiener Musikern seine musikalische Entwicklung prägten. Hattori gilt heute als einer der wenigen Musiker asiatischer Herkunft, der international als Interpret der Wiener Klassik anerkannt ist. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Hattori im Alter von fünf Jahren. Er studierte an der Wiener Musikhochschule unter Rainer Küchl, später setzte er seine Studien bei Yehudi Menuhin und Vladimir Spivakov fort. 1989 gewann er den Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerb in England. Nach einem Jahrzehnt solistischer Tätigkeit nahm er 2002 am ersten Lorin Maazel Dirigenten-Wettbewerb in New York teil, bei dem er einen der Hauptpreise gewann; ein wichtiger Bestandteil dieses Preises war die Möglichkeit, über zwei Jahre intensiv mit Lorin Maazel zu studieren. 

Zusätzlich zu seiner Konzerttätigkeit ist Joji Hattori Präsident und Jury-Mitglied des Internationalen Yehudi Menuhin Violinwettbewerbs und seit 2003 Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Darüber hinaus studierte er Sozialanthropologie an der Universität Oxford (St. Antony College) und widmet sich der Forschung im Bereich der nationalen Identitäten. Seit 2015 ist er auch der Inhaber von Shiki, einem exklusiven japanischen Restaurant in Wien. 

Biographie auf Japanisch