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BIOGRAFIE
Joji Hattori erfreut sich einer breitgefächerten Karriere
als Musiker, erst als Konzertgeiger, eine Tätigkeit, die sich
in die Leitung von Kammerorchestern und später das Dirigieren
von symphonischen Orchestern und Opern entwickelte. Seit 2004 ist
er Associate Conductor des Wiener KammerOrchesters und wurde dieses
Jahr zum ersten Kapellmeister der Oper Erfurt (ab August 2007) ernannt.
In der kommenden Saison wird er dort unter anderem die Premieren
von Rossinis Barbier von Sevilla, Verdis Maskenball and Leoncavallos
Operette La Reginetta delle Rose dirigieren.
Neben seinen Engagements in Erfurt und mit dem Wiener KammerOrchester
ist Joji Hattori Künstlerischer Leiter des Tokyo Ensembles,
eines projekt-bezogenen Kammerorchesters, das er 2001 ins Leben
rief. Als Gastdirigent leitet Joji Hattori zahlreiche bedeutende
Orchester, wie das Philharmonia Orchestra London, die Wiener Symphoniker,
die Slowakische Philharmonie oder das Yomiuri Symphonieorchester
Japan und arbeitet mit namhaften Solisten wie Maria Joao Pires,
Piotr Anderszewski, Elisabeth Leonskaja und Elena Bashkirova zusammen.
Joji Hattori wurde in Japan geboren, verbrachte aber seine Kindheit
in Wien, wo regelmäßige Opern- und Konzertbesuche sowie
unzählige Hausmusikabende mit führenden Wiener Musikern
seine musikalische Entwicklung prägten. In beiden Kulturen
verankert und mit dem Ursprung seiner musikalischen Laufbahn in
der Kammermusik, ist er heute einer der wenigen Musiker asiatischer
Herkunft, der international als Interpret der Wiener Klassik geschätzt
wird.
Seinen ersten Geigenunterricht erhielt Joji Hattori im Alter von
5 Jahren und führte seine Studien an der Wiener Musikhochschule
fort. Zudem studierte er bei Yehudi Menuhin und Vladimir Spivakov.
1989 gewann er den Internationalen Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerb
in England. Nach einem Jahrzehnt solistischer Tätigkeit wechselte
er mit der Zeit zum Dirigieren über und nahm 2002 am 1. Maazel-Vilar
Dirigenten-Wettbewerb teil, bei dem er einen der Hauptpreise erhielt.
Die Teilnahme an diesem Wettbewerb ermöglichte es Joji Hattori,
sein Dirigier-Debüt in der New Yorker Carnegie Hall zu geben
und Maestro Lorin Maazel als Förderer zu gewinnen.
Sein Operndebüt an der Wiener Kammeroper (2004) mit La Finta
Giardiniera von Mozart wurde einstimmig von allen Wiener Zeitungen
gepriesen und seine erfolgreiche Japan-Erstaufführung von Leoncavallos
Zaza am New National Theatre in Tokio (2005) führte zu einer
Rückeinladung, das Mozart-Gedenkjahr 2006 mit einer Produktion
der Zauberflöte am ersten Opernhaus in Japan zu eröffnen.
Zusätzlich zu seiner Konzerttätigkeit unterrichtet Joji
Hattori als Gastprofessor an der Royal Academy in London, wo er
2003 zum Honorary Member ernannt wurde. Des weiteren studierte er
Soziologie am St. Antony College der Universität Oxford. Seit
2002 ist Joji Hattori Vorsitzender und Künstlerischer Leiter
des Yehudi Menuhin Violin-Wettbewerbs.
Biografien stehen hier als Downloads zur Verfügung
Biografie lang
Biografie kurz
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